Mateusz
Smoczyński
Geiger und Komponist

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Titelliste 13 Titel · 42 Min.

  1. 1 Dorothy's Dream Mateusz Smoczyński 3:53
  2. Violin Sonata No.1 - Metamorphoses Mateusz Smoczyński
    11 Min.
  3. 2 I. Prayer 3:35
  4. 3 II. Lament 3:01
  5. 4 III. Mantra 3:32
  6. 5 IV. Confession 1:37
  7. 6 Julie-O Mark Summer 4:28
  8. 7 Manhattan Island Mateusz Smoczyński 2:51
  9. 8 The Old Tune Jan Smoczyński 5:23
  10. 9 Up-Down Mateusz Smoczyński 2:15
  11. 10 The Farmer Mateusz Smoczyński 2:51
  12. 11 Zakopane Mateusz Smoczyński 3:24
  13. 12 Dragonfly Mateusz Smoczyński 1:58
  14. 13 Midnight Psalm Mateusz Smoczyński 4:01

Über das Album

Die Idee, dass die Zbigniew-Seifert-Stiftung ein Soloalbum von Mateusz Smoczyński aufnimmt und veröffentlicht, lag ziemlich nahe. Mateusz gewann 2016 den 2. Internationalen Zbigniew-Seifert-Jazzviolinwettbewerb, und die Stiftung begnügt sich nicht damit, einen Preis zu überreichen: Sie arbeitet eng mit den Preisträgern des Wettbewerbs zusammen, organisiert Konzerttourneen und unterstützt sie bei Plattenaufnahmen. Das ist jedoch nicht der einzige Grund, warum wir Mateusz ein Solorecital vorgeschlagen haben.
Mateusz Smoczyński ist ein vielseitiger und herausragender Musiker, beteiligt an unzähligen ambitionierten und von der Kritik gefeierten Projekten. Es genügt, das amerikanische Turtle Island Quartet zu nennen, dessen Mitglied er von 2012 bis 2016 war, das hervorragende Atom String Quartet, seine eigenen Bands — Mateusz Smoczyński Quintet und New Trio — und schließlich die berühmten Zakopower und Natalia Kukulska. Es ist also an der Zeit, die nächste künstlerische Inkarnation dieses begabten Geigers, Komponisten und Arrangeurs vorzustellen.
Ein Solorecital, das hauptsächlich aus eigenen Kompositionen besteht, ist ein kühner und wichtiger Schritt in Mateusz’ Laufbahn. Einmal mehr beweist er, dass es keine musikalischen Grenzen gibt, die er nicht überschreiten könnte. Und ein Solokonzert ist schließlich ein emotional und körperlich erschöpfendes Unterfangen. Das Gleichgewicht zu finden zwischen technischer Bravour und unverbrauchter Lyrik, zwischen gewandtem Jonglieren mit Stilen und Sorgfalt im Detail, zwischen den Details und der Gesamtidee oder Botschaft des Projekts, ist eine außerordentlich schwierige Herausforderung. Diesen Raum mit einem Instrument, höchstens zweien (Smoczyńskis jüngste Entdeckung ist die Baritonvioline), zu füllen, verlangt ungewöhnliches Handwerk, Kunstfertigkeit und Musikalität — Qualitäten, die unser Künstler zweifellos besitzt.
In vielen Interviews bekennt sich Mateusz Smoczyński zu drei musikalischen Faszinationen: Zbigniew Seifert, John Coltrane und Karol Szymanowski. Die Musik dieses Albums erweitert den Kreis der Einflüsse um Niccolò Paganini, Eugène Ysaÿe, György Ligeti und Krzysztof Penderecki. Stilistisch etwas anders sind die Kompositionen von Mark Summer und von Jan Smoczyński — Mateusz’ Bruder und treuem musikalischen Freund —, die die Aufnahme abrunden.
Der Autor selbst sagt über sein neuestes Projekt: Der Leitgedanke bei diesem Album war der Wunsch, eine eher klassisch als jazzorientierte Platte aufzunehmen. Über ein Soloalbum hatte ich lange nachgedacht. Mein Ehrgeiz war es, mich im Solospiel zu erproben, aber ich wusste nicht recht, wie ich das angehen sollte. Meine Kollegen vom Atom String Quartet überredeten mich, mich hinzusetzen und etwas zu komponieren. Ein Ergebnis dieser Arbeit ist die viersätzige Sonate, das zentrale Stück dieses Albums. Stücke zu schreiben, die über ein Jazzthema hinausgehen, ist neu für mich — und das ist meine „Metamorphose“. Das Album enthält auch Stücke anderer Künstler, zum Kontrast hinzugefügt, weil ich fürchtete, den Hörer zu langweilen.
Zbigniew Seiferts „Solo Violin“ entstand vor mehr als vierzig Jahren und bleibt ein außerordentlich wichtiger Beitrag zur Jazzgeschichte — vor allem auf dem Gebiet der solistischen Jazzvioline. Hoffen wir, dass auch Mateusz Smoczyńskis Album zur Inspiration für junge Künstler wird, die in diesem schwierigen Solo-Medium nach ihrer eigenen musikalischen Sprache suchen.

Aneta Norek-Skrycka

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