
„Fallen Angel“ ist Mateusz Smoczyńskis zweites sinfonisches Album und knüpft an das hervorragend aufgenommene Album „Adam’s Apple“ (Warner Music, 2024) an, dessen Titelkonzert ein neues Kapitel im Schaffen des Künstlers eröffnete — ein Kapitel, das „Fallen Angel“ fortführt und vertieft. Es ist das zweite sinfonische Werk des Geigers und Komponisten, das bei Warner Music Poland erscheint. Das Konzert wurde mit Dominik Wania und dem Polnischen Rundfunkorchester Warschau unter der Leitung von Michał Klauza aufgenommen.
Der erste Vorbote dieses Autorenalbums ist der vierte Satz des Konzerts — „Fire“.
„Fire“ ist der dynamischste und wildeste Abschnitt des Konzerts. Ein pulsierendes Orchester und ein Klavier, das die Erzählung rhythmisch vorantreibt, bilden ein intensives, beinahe tranceartiges Gewebe, aus dem kühne, elektrisierende Improvisationen auf der E-Geige hervorbrechen. Das ist Musik, die die Gefühle entfacht — in ihr stecken Energie, Bravour und … Feuer!
„Fallen Angel“ — Konzert für Violine, Klavier und Sinfonieorchester
Das Konzert für Violine, Klavier und Sinfonieorchester ist eine achtsätzige Erzählung zwischen Jazzimprovisation und sinfonischem Drama. Smoczyński ließ sich sowohl von der provokanten Formulierung — und dem Klavierkonzert — John Adams’ „Must the Devil Have All the Good Tunes?“ inspirieren als auch vom biblischen Motiv von Aufruhr, Fall und Erlösung.
Der Komponist verwebt die klassische Konzertform mit seinen eigenen Faszinationen: Chopin, Brahms, Szymanowski und zeitgenössischem Rock. Das Werk hat zwei gleichberechtigte Solostimmen — die Violine (gespielt vom Komponisten selbst) und das Klavier, ursprünglich Janusz Olejniczak anvertraut, einem Meister der Chopin-Interpretation, dem „Fallen Angel“ gewidmet ist und der die Uraufführung spielte. Auf der Aufnahme übernahm Dominik Wania — ein herausragender Jazzimprovisator — seinen Part und verlieh dem Werk eine neue Dimension von Ausdruck und musikalischer Intuition.
„Fallen Angel“ ist ein musikalisches Gleichnis — von Aufruhr, Wahnsinn und Trauer, das zum Licht führt. Smoczyński führt den Hörer durch klangliche Extreme und verbindet die Freiheit der Jazzimprovisation mit der Wucht des Sinfonieorchesters — als Hommage an einen Künstler, der ihn über Jahre mit der Tiefe seines Ausdrucks inspiriert hat.
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