
Titelliste 9 Titel · 33 Min.
- Fallen Angel - Konzert für Violine, Klavier und Orchester Mateusz Smoczyński, 202233 Min.
- 1 The Fall 3:02
- 2 Devil’s Whispers 5:26
- 3 Psalm 5:34
- 4 Fire 3:08
- 5 Violin Cadenza 2:51
- 6 Elegy 3:21
- 7 Piano Cadenza 4:27
- 8 Redemption 1:48
- 9 Piano Cadenza Alternate Take 3:59
Zu Ehren von Janusz Olejniczak
Die Idee, Fallen Angel zu schreiben, entstand in einem Gespräch mit Janusz Olejniczak, der mir, nachdem er mein erstes Konzert „Adam's Apple“ in der Nationalphilharmonie gehört hatte, vorschlug, ein ähnliches Werk für ihn zu schreiben. Beim Komponieren war mir bewusst, dass ich für einen Künstler von außergewöhnlicher Sensibilität und mit dem schönsten Rubato schreibe. So stehen in dem Stück lyrische Passagen im Geist von Chopin und Szymanowski neben rhythmischeren Abschnitten, inspiriert vom Jazz, der uns beide faszinierte.
Fallen Angel entwickelt die in „Adam's Apple“ begonnene Ästhetik weiter und verwebt den Einfluss des „maximalistischen Minimalismus“ mit improvisatorischer Freiheit. Der „gefallene Engel“ des Titels ist ein Wortspiel, das auf den Titel eines Stücks des amerikanischen Komponisten John Adams, „Must the Devil Have All the Good Tunes?“, anspielt — und zugleich eine musikalische Erzählung über die Zerbrechlichkeit und die Abstürze außergewöhnlicher Menschen.
Auf dem Album spielt Dominik Wania den Klavierpart — ein Künstler, der Jazz, improvisierte Musik und zeitgenössische Klassik auf bemerkenswerte Weise verbindet. Ich freue mich, dass er meine Einladung angenommen hat, „Fallen Angel“ aufzunehmen, und dem Konzert seinen unnachahmlichen, herausragenden Anschlag verliehen hat. Meisterhaft begleitet werden wir vom Polnischen Rundfunkorchester Warschau unter Michał Klauza. Danke.
Rezensionen 2
- The Soundtrack Of My Life
[…] Die Musik ist, wenig überraschend, schlichtweg entzückend, voller schöner melodischer Themen, dramatischer Entwicklungen und virtuoser Darbietungen von Smoczyński wie auch von Wania, die in den beiden Solokadenzen am deutlichsten hervortreten. […]
- Jazz Forum
[…] „Fallen Angel“ sucht, ähnlich wie „Adam’s Apple“, seine Inspiration in früheren Epochen. Die Bezüge zur Geschichte des Solokonzerts und der sinfonischen Dichtung sind deutlich zu lesen. Zu spüren sind auch die Einflüsse alter Meister – Chopin, Szymanowski, Strawinsky, Skrjabin. Man muss sagen, dass Smoczyński als Komponist diese Verschmelzung verschiedener Gattungen und Stile überaus geschickt vollzieht. Bei allem zur Schau gestellten Schwung entfaltet sich die Form frei und ohne Zwang. Das Netz der historischen Bezüge bleibt unsichtbar. Wer die Kunst der alten Meister nicht kennt, könnte meinen, diese Musik sei ganz ohne Mühe entstanden, einfach so, aus einer augenblicklichen Eingebung heraus. Dieser trügerische Eindruck von Leichtigkeit ist ein Merkmal wahrhaft großer Werke und ein Beweis dafür, dass sich Smoczyński im Handwerk des Komponierens wie ein Fisch im Wasser fühlt. […]
Aleksandra Andrearczyk 12/2025 · Dezember 2025 übersetzt aus dem Polnischen

